Kleines (Abkürzungs-) Lexikon

ATC

steht für „Artist Trading Cards“ – also Tauschkärtchen von Bastlern oder allgemein von Künstlern. Die Größe ist vorgegeben mit 8,9 cm x 6,3 cm (2,5 inch x 3,5 inch). Für ATCs gibt es genormte Plastiktäschchen, die die Werke schützen sollen. (Diese Täschchen sind übrigens genauso wie zB für Pokemon-Sammelkarten)

Auf die Rückseite kommen folgende Angaben: Thema, Name des Künstlers, Datum, Nr. (wenn man mehrere von einem Thema macht nummeriert man sie durch mit dem Hinweis wie viele man gemacht hat)

Beispiele, wie solche ATCs aussehen können, findet ihr hier, hier und hier.

BigShot

So nennt sich die mechanische Stanz- und Prägemaschine von Sizzix. Mithilfe von Stanzschablonen, Framelits und Thinlits kann Papier, Karton und Vellum, teilweise auch Stoff, Filz, Leder und Plastik ausstanzen. Nutzt man stattdessen Prägefolder kann man auf Papier und Vellum wundervolle Reliefs prägen.

Brayer

Der Brayer ist eine Walze, mit der man Papier oder eine Gelliplate einfärben kann. Dazu kann man klassische Stempelfarbe oder auch Acrylfarbe nehmen. Spannt man ein Gummiband kreuz und quer um die Gummiwalze kann man effektvolle Hintergründe damit gestalten.

CAS

= clean and simple

oder auf deutsch: Klar und einfach, schlicht

Challenge

= Wettbewerb, Wettstreit, Herausforderung
Im Internet gibt es einen ganzen Haufen verschiedener Challenge-Blogs. Viele davon bieten eine wöchentliche Challenge, andere eine monatliche Herausforderung an. Grundlage kann ein Sketch, ein Thema oder eine Farbkombination sein und es sind immer wunderbare Umsetzungen der Vorgabe zu bestaunen. Wenn die Kreativität mal wieder etwas Starthilfe braucht, könnten Challenges genau das Richtige sein.

CASE

= copy and share everything, zu Deutsch alles kopieren und teilen. Im übertragenen Sinn bedeutet das, eine Karte oder ein Layout so nachbasteln, wie man es an anderer Stelle gesehen hat. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass es im seltensten Fall exakt genauso aussieht. Jeder bringt eigene Vorlieben und den persönlichen Stil ein.

Im Übrigen ist es in Bastelkreisen durchaus üblich, sogar ein Zeichen der Bewunderung wenn man Werke, die auf Blogs gezeigt wurden nachbastelt. Wichtig hierbei ist aber, unbedingt anzugeben (zu verlinken oder es zumindest zu erwähnen) wo man seine Idee gefunden hat. Das ist nicht nur eine Anerkennung des geistigen Eigentums der Person, die das Werk ursprünglich online gestellt hat, sondern meiner Meinung nach einfach guter Stil – und es drückt die Wertschätzung aus.

Cardstock

= fester unifarbener Karton (ca. 200 g/m²), manchmal mit Struktur oder besonderen Effekten. Cardstock unterscheidet sich aufgrund seiner Stärke (Grammatur) von Tonpapier (130 g/m²) und Fotokarton (300 g/m²).

Dimensionals, 3-D-Klebepads

= Schaumstoffklebepads / 3-D-Klebepads. Wenn man Stanzteile oder eine Lage einer Karte mit diesen Klebepads anbringt erschafft man mehr Tiefe auf dem Gebastelten. Das macht deutlich mehr her und das Objekt wirkt dadurch interessanter, deswegen gehören sie auch zur absoluten Grundausstattung!

DSP

= Designerpapier, Papier mit Muster

DT

= Designer Team.
Oft ein Kreis kreativer Köpfe die für eine bestimmte Firma mit deren Produkten Beispielwerke basteln. Aber auch gebräuchlich für das kreative Team hinter Challenges die Projekte für die laufenden Challenges basteln um den Mitmachenden Anregungen zu geben wie ein Sketch verarbeitet werden könnte.

Edgelits

(von engl. edge = Kante) sind Stanzschablonen für die BigShot, vergleichbar mit Framelits oder Thinlits. Sie stanzen die gesamte Breite einer Karte mit einer Silouette oder einem Muster.

Embellishment

=  Verzierung, Ausschmückung, schmückendes Beiwerk
Das können ganz konkret Glitzersteinchen, Knöpfe, Washitape, Geschenkband, Charms, Enamel Dots, Faden oder anderes Kleinzeug sein. Diese Verzierungen helfen eigentlich immer, das Gebastelte noch spannender und vielseitiger zu gestalten und sind oft das gewisse Etwas, das noch fehlt.

Embossing / Embossingpulver

Man stempelt ein Motiv mit einer Klebetinte (zB. Versamark) und bringt anschließend ein spezielles Pulver auf, das daran haften bleibt. Das Pulver wird dann mithilfe eines Heißluftföns geschmolzen und dadurch ebenmäßig. Ideal um auf dunklen Karton zu stempeln oder um einen Text oder ein Motiv besonders hervorzuheben. Embossingpulver gibt es auch in gold, silber und glitzernd, was besondere Effekte gibt.

Ein Beispiel ist hier zu finden.

Embossing Buddy

Ein antistatisches Kissen (mit einer Füllung aus Pulver/Puder) mit dem man vor dem Embossen den Cardstock abreibt. Dadurch bleibt nachher deutlich weniger Embossingpulver irgendwo auf der Karte hängen, wo es nicht hin soll.

Emboss-resist-Technik

Bei dieser Technik wird zuerst ein Motiv auf Cardstock oder Aquarellpapier mit Embossingpulver embosst und danach mit Stempelfarbe und dem Wassertankpinsel coloriert oder der Cardstock wird coloriert (zum Beispiel ein Hintergrund gewischt). Das Raffinierte daran ist, dass das embosste Motiv die Farbe nicht annimmt. Bei klarem Embossingpulver scheint die Farbe des Cardstocks durch und bei weißem Embossingpulver hebt sich das Motiv vor allem bei dunkler Coloration ab.
Wer mit wasserlöslischem Farbpulver (zB Brushos) arbeitet kann mit dieser Technik großartige Farbeffekte erzielen. Denn durch die leicht erhobene Kontur des Stempelmotivs verlaufen Farben nicht über das Motiv hinaus.

EPB

Das Envelope-Punch-Board, auf deutsch Umschlagfalzbrett bzw Stanz- und Falzbrett für Umschläge ist DER Alleskönner unter den Stanz- und Falzbrettern. Die ursprüngliche Bezeichnung sagt bereits aus, dass man damit (Brief-) Umschläge in (fast) allen erdenklichen Größen machen kann, gleichzeitig hat man aber die Möglichkeit „besonders dicke Umschläge“, also Schachteln zu falten. Auf den Brettern ist eine Skalierung bis 5″ bzw 13 cm aufgezeichnet, es enthält eine integrierte Stanze, die auch Ecken abrundet. Außerdem ist in dem Brett ein Falzbein aus Plastik enthalten mit dem ihr die Falzlinien zieht.

Auf dem Brett ist eine Skala welche Papiergröße man für verschiedene Umschläge braucht.
Für die Schachteln kann man das entweder selber ausrechnen, die Werte für Länge, Breite und Höhe in eine Excelltabelle (hier zB von Jana *klick*) eingeben und sich alles ausrechnen lassen oder man verwendet eine App für Android (*klick* zum Playstore) oder diese App für Windowsphone (*klick*)

Weder die Exceltabelle noch die Apps sind von mir, bei Problemen oder Fragen bitte an die Urheber wenden. ;-)

Inch

= zu Deutsch Zoll. Ein angloamerikanisches Längenmaß. 1 Inch = 2,54 cm     |    andere Schreibweise:     1″ = 2,54 cm

Inchies

= kleine Quadrate von 1 x 1 Inch

Maskieren

= ein Stempelmotiv abdecken (gleiches Motiv zB auf Post-its stempeln, exakt ausschneiden und darüber kleben) und erneut darüber stempeln, dann Maske entfernen. Dadurch kann man zB ein Blumenmeer aus einer Blume zaubern oder einer Katze eine Nikolausmütze auf den Kopf setzen und es sieht aus als wäre der Stempel eins und nicht aus zwei verschiedenen Stempeln zusammengesetzt.

project life

= Scrap-Stil bei dem man in Seitenschutzhüllen mit Einsteckfächern aus durchsichtigem Plastik Fotos und (Text-)karten einschiebt. Diese Seiten werden dann in Sammelalben abgeheftet. Dafür gibt es von vielen Herstellern schon Kartenkollektionen in bestimmten Stilen oder Farben die man weiter verschönern kann.

Schüttelkarten

= Karten mit einem klaren dreidimensionalen Plastikteil hinter welchem Streuteile oder Glitter sind, die man herum schütteln kann.

Sketch

kommt aus dem Englischen und bedeutet Skizze. Diese Skizze gibt Form und Arrangement zB. für Karten vor und wird dann von den Leuten die den Sketch aufgreifen unterschiedlich umgesetzt. Dabei muss immer die eigentliche Struktur des Sketches erkennbar bleiben. Beispiele dafür findet ihr auf den Challengeseiten von inkspire-me (*klick*) und match the sketch (*klick*).

Stamp-a-majig / Stempelpositionierer

Das ist der Stempelpositionierer mit dem man einen Stempelabdruck exakt positionieren kann. Mit den Clearstamps ist das nicht mehr so wichtig, bei Gummistempeln ist dieses Teil jedoch ein großartiger Helfer. Perfekt für alle, die ihre Schriftstempel grundsätzlich schief abstempeln oder gerne akurate Hintergründe selbst gestalten.

Eine ausführliche Anleitung, wie man den Stamp-a-ma-jig benutzt gibt es hier.

SteKi

kurz für Stempelkissen.

SteKi-Turm

So nennt man in der Regel ein (freistehendes) Regal, in dem man seine Stempelkissen aufbewahrt. Oftmals steht der SteKi-Turm direkt am kreativen Arbeitsplatz, sodass man immer schnellen Zugriff auf seine Stekis hat. Idealerweise ist es stabil und gleichzeitig so konstruiert, dass man sieht, welches Kissen welche Farbe hat. So kommt man blitzschnell an das Stempelkissen, das man gerade braucht.

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2 Gedanken zu “Kleines (Abkürzungs-) Lexikon

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