#4 – Stempeln mit dem Stamp-a-ma-jig

Hallo ihr Lieben
und herzlich willkommen zu einer kleinen Anleitung, wie man mit dem Stempelsetzer, genannt Stamp-a-ma-jig umgeht. Hoffentlich kann ich euch mit dieser bebilderten Beschreibung näher bringen, warum man einen Stempelsetzer braucht und vorallem, wie man ihn verwendet.

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Zusammen mit dem Stempelsetzer bekommt ihr eine klare dicke Folie. Diese Folie (das imaging sheet) hat zwei Seiten, davon ist die glatte Seite ideal für Abdrücke mit klassischen Stempelkissen, die raue Seite verwendet man, wenn man mit Pigmentstempelkissen, zum Beispiel dem weißen Craftstempelkissen stempelt. Ihr könnt auch mit permanenten Stempelkissen (Archival Stempelkissen oder StazOn) auf der Folie stempeln. Die Abdrücke gehen danach ganz einfach mit dem StazOn-Stempelreiniger wieder ab. Normale Stempelabdrücke könnt ihr einfach mit einem feuchten Tuch abwischen.

Und so geht’s:

Anleitung_Stamp-a-ma-jig_Stempelsetzer_how_to_kreativella-2016-3Schiebt die Folie genau in die Ecke des Stempelpositionierers. Danach legt ihr euren Clearblock mit dem eingefärbten Stempel oder euren Holzblockstempel genau an der Ecke an und drückt ihn auf die Folie, sodass ein Abdruck ensteht.

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Wichtig ist, dass beide, Folie und Acrylblock direkt am Stamp-a-ma-jig anliegen. Das garantiert uns, dass wir nachher genau dahin stempeln wo wir den Abdruck haben möchten. Außerdem dürfen wir den Stempel zwischendruch nicht vom Acrylblock lösen. Aber das ist kein Problem, wir lassen ihn einfach auf dem Block kleben bis wir fertig sind.

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Jetzt nimmt man das gestempelte Motiv, über das wir stempeln möchten. In diesem Beispiel stemple ich einen Spruch zweimal direkt übereinander. Toll sind auch Abdrücke, bei denen Tiere genau auf einer bestimmten Linie sitzen sollen oder Sprüche, die man immer schief stempelt.

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Bei einem so kleinen Stück Cardstock macht es viel Sinn, vorher ablösbaren Kleber unter den Cardstock zu geben, damit er nicht verrutscht. Bei größeren Stücken Cardstock liegt der Stempelpositionierer nachher ohnehin auf dem Papier auf und somit kann das Papier nicht verrutschen, wenn man den Stamp-a-ma-jig richtig festhält.

Nun legt man die Folie mit dem gestempelten Motiv über den Cardstock auf den wir anschließen stempeln wollen und richtet das Motiv so aus, wie es nachher gestempelt werden soll.

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Wenn man das Motiv perfekt ausgerichtet hat, hält man die Folie genau an dieser Stelle fest und legt den Stempelpositionierer exakt an die Ecke der Folie an. Noch einmal kontrollieren ob alles genau da ist, wo es hin soll und dann kann man den Stempelsetzer festhalten und die Folie wegnehmen.

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Wichtig ist, dass der Stempelsetzer jetzt gut festgehalten wird. Damit er nicht so leicht verrutscht hat er eine rutschhemmende Fläche auf der Unterseite. Während man den Stamp-a-ma-jig festhält nimmt man den Stempel zur Hand, färbt ihn ein, legt ihn an der Ecke an und stempelt dann ab.

Jetzt sollte der Abdruck exakt da sein, wo man ihn haben wollte. Ganz einfach, ohne zahllose Versuche.

Anleitung_Stamp-a-ma-jig_Stempelsetzer_how_to_kreativella-2016-9Warum ich meinen Stamp-a-ma-jig nicht mehr hergebe

Jetzt mögt ihr euch vielleicht fragen, wofür man das denn alles braucht, wo es doch Clearstamps aus Photopolymer gibt, durch die man durchsehen kann. Das ist in der Tat richtig, bei Klarsichtstempeln ist ein Stempelsetzer nicht unbedingt notwendig. Aber selbst damit ist es manchmal schwer ganz genau eine ganz bestimmte Position zu treffen. Versucht nur einmal, einen Stempelabdruck zu 100% exakt über einen ersten Abdruck des gleichen Stempels zu bekommen. Perfekt funktioniert das selten.

Klar embossen über farbigen Stempelabdruck

Wofür der Stempelsetzer allerdings wesentlich ist, sind zum einen perfekt ausgerichtete Abdrücke mit Holzblockstempeln und Clingstamps, also den Gummistempeln, durch die man nicht hindurch schauen kann. Ganz besonders nützlich ist der Stamp-a-ma-jig, wenn man einen farbigen Stempelabdruck noch mit klarem Embossingpulver überziehen will. Ein Beispiel dafür ist meine Swallowtailkarte, die du hier (*klick*) findest.

Missgeschicke korrigieren

Auch das eine oder andere Missgeschick lässt sich mit dem Stempelpositionierer retten. Stellt euch vor, ihr habt einen großen Stempelabdruck und an einer stelle ist er nicht richtig gestempelt. Bevor man jetzt das gesamte Projekt in die Tonne tritt, kann man den Abdruck noch einmal exakt über den ersten Abdruck stempeln. Das geht wirklich nur mit Stempelsetzer und nicht nach Gefühl.

Sentiments, die immer schief werden

Auf der Teamweihnachtsfeier vergangenes Jahr hatten wir eine Situation, in der ein Stempelsetzer auch perfekt gewesen wäre. Es gibt sie leider immer wieder:  Sprüche, die man irgendwie nie ganz gerade stempeln kann. Vorallem bei den Gummistempeln ist das ein wiederkehrendes Problem. Oder aber, man hat aus Versehen einen Gummistempel krumm montiert – das geht leider auch manchmal schneller als einem lieb ist.
Mit dem Stempelsetzer ist das kein Problem. Einfach mit dem Abdruck auf der Folie die richtige Position finden und dann mit dem Stamp-a-ma-jig stempeln.

Alles in allem, ist ein Leben ohne den Stamp-a-ma-jig selbstverständlich möglich. Es soll sogar kreative Leute geben, die besonderen Wert darauf legen, dass man den Werken ansieht, dass sie handgemacht und deshalb eben nicht perfekt sind. Für mich als Perfektionistin ist der Stamp-a-ma-jig jedenfalls ein Werkzeug, das ich nicht mehr hergeben werde!